Die innovative Technik hinter unserer Analyse

Hier erfahren Sie, wie unsere Analyse funktioniert

Wie funktioniert unsere Analyse?

Innovativer Ansatz

100 Worte ist eine psycho­logische Sprach­analyse für geschriebene Texte. Anders als bei bis­heri­gen Analysen wird nicht nur das "Was" - der In­halt der Spra­che - sondern auch das "Wie" beachtet. In langjähriger sozialpsychologischer Forschung konnten Wissenschaftler verschiedene Persönlichkeitsmerkmale ausmachen, die sich in Sprache abbilden. Gefühle drücken sich meist über Inhaltsworte wie "gut" oder "schlecht" aus. Andere Merkmale wie beispielsweise das Durchsetzungsvermögen eines Menschen vermitteln sich in der Sprache dagegen über das "Wie", also über die Struktur der Sprache. Die Kombination der beiden Ansätze - Inhaltsworte und Funktionsworte ist einzigartig und gibt es nur bei 100 Worte.

Nicht nur Was sondern Wie

Neben Inhaltsworten sind für die Analyse von 100 Worte eine be­son­­dere Art von Wor­ten - die sogenannten Funk­tions­­worte - entscheidend. An­ders als In­halts­­worte haben Funk­tions­­worte keine in­halt­­liche Be­deu­tung son­dern bil­den viel­­mehr die Struk­tur der Sprache. Dadurch lassen sich Menschen ganz neu verstehen. So gibt die Verwendung von Funktionsworten Aufschluss darüber, wie Menschen denken, wie ehrlich sie sind, wie dominant sie im Vergleich mit anderen sind und wie gut sie sich miteinander verstehen.

Funktionsworte

Funktionsworte werden sehr häufig und meist unbewusst verwendet. Obwohl gerade einmal 400 der etwa 16.000 Worte in der deutschen Sprache Funktionsworte sind, machen sie doch die Hälfte der Worte aus, die wir täglich verwenden. Weiterhin haben Funktionsworte - anders als Inhaltsworte - keine inhaltliche Bedeutung. Sie sind stattdessen für die Konstruktion (Grammatik) eines Satzes wichtig. Wegen dieser Eigenschaften, gibt die Verwendung von Funktionsworten einen tiefen Einblick in die Persönlichkeit des Menschen.

Inhaltsworte

Inhaltsworte geben der Sprache leben und legen fest, um was es geht. Sie drücken einiges über den Menschen aus. Vor allem Stimmungen und Emotionen vermitteln sich über Inhaltsworte. Im Satz "Ich habe dich sehr gern" ist die Zuneigung, die sich über die Worte sehr gern ausdrückt, leicht wahrnehmbar.

Wissenschaftlicher Hintergrund

Unsere Sprachanalyse basiert hauptsächlich auf Arbeiten des amerikanischen Sozialpsychologen James W. Pennebaker, der in seinen vielen Studien herausfand, dass gerade die scheinbar unwichtigen Funktionsworte am meisten über eine Person verraten.

Verschiedene Wissenschaftler haben zur Verwendung von Worten geforscht. In der Studie von Jeffrey Hancock und Kollegen aus dem Jahr 2010 konnte zum Beispiel beobachtet werden, dass zwischenmenschliche Zuneigung (die mit einem Fragebogen vorab erfasst wurde) tatsächlich mit einer veränderten Verwendung von Funktionsworten einhergeht. Wenn die Teilnehmer Zuneigung füreinander empfanden, glich sich ihr Sprachstil - und insbesondere die Verwendung von Funktionsworten - einander an. Weiterhin untersuchten die Forscher, ob dieser Effekt vom Kommunikationsmedium abhängt. Dazu verglichen sie Versuchspersonen, die von Angesicht zu Angesicht miteinander sprachen, mit Versuchspersonen, die über einen Computer kommunizierten. Die Auswertung ergab keine Unterschiede zwischen den Kommunikationsmedien.

Was wird analysiert

1. Emotionen

Die Verwendung von Worten verrät etwas über die aktuelle Gefühlslage einer Person: Ist sie momentan traurig, ärgerlich oder fröhlich? Darüber hinaus zeichnen sich in Sprache aber auch generelle Persönlichkeitszüge ab und geben an, ob eine Person zum Beispiel eher melancholisch ist und zur Depression neigt oder eine Frohnatur ist.

2. Bedürfnisse

Jeder Mensch hat unterschiedliche Bedürfnisse. Henry Murray, ein amerikanischer Psychologe, postulierte die Bedürfnisse nach Macht und Kontrolle über andere, (berufliche) Erfolge und Weiterentwicklung sowie gute Beziehungen zu anderen Menschen als grundlegende Bedürfnisse bei uns allen. Jeder Mensch kann auf diesen drei grundlegenden Dimensionen, so Murray, eingeordnet werden. So wie wir sprechen, verrät etwas darüber, welche Bedürfnisse wir haben und was uns besonders wichtig ist.

3. Denkstile

Durch Sprache drücken wir unbewusst aus, wie wir denken. Aktuell lassen sich zwei Denkstile in Sprache unterscheiden: der analytische Stil, der sich durch die Verwendung von vielen Artikeln, Präpositionen und Nomen auszeichnet, steht dem explorativen Denkstil (="Bauchentscheider") gegenüber, in dem häufiger Pronomen, Hilfsverben und Adverbien vorkommen.

4. Sozialer Status (Dominanz)

Wenn Menschen zusammentreffen, bilden sich oft schon nach kurzer Zeit Hierarchien heraus. Dabei nimmt einer die dominantere und der oder die andere/n die untergebene Position ein. Neben non-verbalen Hinweisen auf den sozialen Status, wie etwa die physische Nähe zum Anderen oder die "Offenheit" der Körperhaltung ist auch hier die Sprache ein verlässlicher Indikator. Namentlich sind es Pronomen, die auf den sozialen Status einer Person hindeuten, da diese Gruppe von Worten sehr häufig verwendet wird und durch diese soziale Beziehungen besonders deutlich werden.

5. Beziehungsqualität

In vielen sozialen Situa­tionen passen wir unser Verhal­ten an das unseres Gegen­übers automatisch an, gerade dann, wenn uns etwas am Gegen­über liegt. Diese auto­matische Anpass­ung gibt Aus­kunft darüber, wie gut die Bezieh­ung zwischen den Gesprächs­partnern ist und bildet sich in der Sprache ab. Die Messung der Beziehungsqualität aus der Sprache macht nur in Konversationen zwischen mindestens zwei Menschen Sinn. Unsere Analyse kann diese messen. Aus Datenschutzgründen haben wir diese Analyse in unserer Testumgebung nicht umgesetzt. Wenn Sie Interesse daran haben, kontaktieren Sie uns.

Einige Fakten zu unserer Analyse

13070

In Analyse Berücksichtigte Worte

22

Wörterbücher integriert

20

Studien berücksichtigt

34

Wissenschaftler an Studien beteiligt

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